100 Tage Reisen

Es ist mein erstes Jubiläum, das ich mit euch "feiern" möchte. 100 Tage auf Reisen zu sein, ist ja auch nicht das Alltäglichste. Also habe ich es als Anlass genommen, euch von den letzten Wochenenden und den kommenden Plänen zu erzählen. Denn was demnächst auf mich zukommt - sollte nicht wieder etwas Unverhofftes dazwischen kommen - wird richtiges Reisen sein.  Dazu gleich mehr. Man bin ich aufgeregt! :)

 

Viele Geschichten

 

Nach mehr als 3 Monaten habe ich schon einige Geschichten erzählen können. Ich habe viele andere Reisende getroffen, die alle ihre eigenen unglaublichen Geschichten erlebt haben. Ich habe mir eine neue Kamera aus Deutschland nach Kambodscha schicken lassen, hatte Geburtstag und war mit Krücken im Angkor Wat. Und nach 100 Tagen auf Reise war ich gerade mal in 2 Ländern, was an meiner wochenlangen Verletzung gelegen hat. Es ist viel schief gelaufen, aber dadurch hat sich meine Reise erst einmal in eine ganz andere Richtung gedreht - zur Selbstfindung. Ich wusste überhaupt nicht, was mich erwarten würde, als ich ins Flugzeug stieg und die ersten 5 Tage verstand ich noch gar nicht, dass das jetzt mein Leben war und nicht nur ein Urlaub. Und durch die Verletzung wurde ich getestet und habe mehr zu mir gefunden. Ich habe viele Tage nur herumgesessen, doch in meinem Kopf und Geist arbeitete es unentwegt. So fand ich viel über meine Kindheit heraus, auch durch die Hilfe von Rámon Gartmann, der Seelen sehen kann. Ich weiß, diese Reise zu mir selbst ist auch noch nicht abgeschlossen, aber das Gefühl von Leichtigkeit, Liebe und Vergebung stärkt mich bereits sehr. Ich kann also schon behaupten, dass ich nun ein anderer Martin bin. Ich habe neue Ziele, die sich demnächst noch klarer darstellen werden. Zum Beispiel verfolge ich den Wunsch, ein weiteres Stone Stories Buch zu veröffentlichen, aber als E-Book, damit es jeder von euch direkt bekommen könnte. Wenn mir da jemand helfen kann, wäre ich auch sehr froh.

 

Gehen ist ein Wunder

 

Mittlerweile sind seit der ersten Verletzung 12 Wochen vergangen und ich kann euch heute endlich verkünden, dass ich fast wieder vollständig normal laufen kann. WIE GEIL IST DAS DENN!!! Einfach zu gehen und die Leute anzulächeln, einfach weil ich gehen kann, war so besonders für mich, unglaublich toll. Heute war sogar der erste Tag, an dem ich ein paar hundert Meter gejoggt bin, so mit ganz kleinen Schritten und noch etwas unbalanciert, aber es hat geklappt. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich endlich reisen will und bei dem, was mich erwartet, versteht ihr das sicher noch viel besser. Ich schätze das Gehen, Rennen, Tanzen und Springen so sehr, dass ich wahrscheinlich noch viele Wochen ganz bewusst darauf achten und mich daran erfreuen werde, weil es so schön ist, diese Dinge endlich wieder tun zu können. Doch damit das auch so bleibt, muss ich stets und ständig auf die Umgebung achten und wohin ich trete. Es braucht also noch viel Aufmerksamkeit und Geduld. Aber ich fühle mich dieser Herausforderung gewachsen.

 

Pläne für nächste Woche

 

Nächste Woche läuft nicht nur mein verlängertes Visum ab, ich werde auch endlich wieder ein neues Land erkunden - INDONESIEN!! Wuhuuu, das Land der zehntausend Inseln (um genau zu sein sind es sogar mehr als 17.000), das Land der Vulkane, Walhaie und Mantarochen. Indonesien ist mit 260 Mio. Einwohnern eines der bevölkerungsreichsten Länder der Welt und über 80% sind muslimischen Glaubens. Gemeinsam mit meinem kanadischen Freund Dustin werde ich eine der größten Inseln - JAVA - und die wohl bekannteste Insel – BALI – mit einem Motorrad bereisen. Dafür informiere ich mich bereits seit einigen Tagen über alle nötigen Vorbereitungen. In Indonesien will Dustin sein Projekt weiterführen. Er hat um Spenden für Fußbälle gebeten, die er in den kleinen Dörfern an die Kinder verschenken möchte. Mittlerweile hat er unglaubliche 1000$ erhalten. Schaut doch einfach mal in seine Sammelaktion, die ist mindestens genauso toll wie meine Strand-Aufräum-Aktion.

Am 26. Mai geht mein Flug von Bangkok nach Indonesien, in die Hauptstadt Jakarta. Vorher fahre ich bereits am 23. Mai nach Pattaya, damit ich endlich mal sehen kann, wie es in dieser Gegend zugeht. Viele wissen sicherlich, wofür diese Stadt bekannt ist. Für alle Unwissenden gibt es das Stichwort „Rotlichtmilieu“.

 

Veränderung mein ständiger Begleiter

 

Da ich schon lange vor der Reise der Veränderung meine Arme geöffnet habe und mit sich ständig ändernden Situationen keine Probleme habe, begrüße ich es geradezu, wenn sich mal etwas Neues ergibt. So finde ich es angebracht, den Untertitel meines Blogs zu ändern, sobald ich den Fokus nicht mehr so viel auf meine Selbstfindung legen muss. Somit würde sich auch ein anderer Punkt ganz bedeutend verändern, wenn es nämlich nicht mehr um mich geht, sondern um das Berichten aus anderen Teilen der Welt: Die finanzielle Absicherung meiner Reise. Vielleicht ist euch aufgefallen, dass dieser Post keine Werbung mehr enthält. Ich möchte ab heute weniger auf Werbung setzen, zumal sie sowieso kaum etwas bringt und weiterhin möchte ich echte Leser und interessierte Leser erreichen, die Spaß am Lesen haben und interessiert sind an anderen Ländern und Kulturen. Wenn ich eins gelernt habe, dann, dass Reisen Leben ist. Und man lernt unterwegs so viel mehr über sich und die Welt, als man es jemals in den 10 oder 12 Jahren in der Schule gelernt hat. Ich habe in den drei Monaten bereits so viele Weltbilder verworfen, von den einfachsten Dingen bis hin zu gewaltig manifestierten Ansichten der Welt. Zum Beispiel habe ich etwas über die Quantenphysik gelernt und wie diese das gesamte Verständnis des Universums auf den Kopf stellt. Genauso habe ich aber auch erfahren, dass die Mondsichel in diesem Teil der Erde gar nicht zur Seite guckt, sondern nach oben oder unten. Wenn ihr einmal anfangt, in einem anderen Teil der Erde zu verharren und richtig dort zu leben, wird sich ganz schnell das Gefühl in euch breitmachen, dass es zu dem alltäglich genutzten Heimat-Begriff noch einen umfassenderen Begriff gibt, der die Erde als Heimat mit einschließt und dies eröffnet auch das Einschlagen neuer Wege und das Nutzen ungekannter Möglichkeiten. Das ist, was ich erlebe. Jedem das Seine, aber ich denke, dass man mit etwas Offenheit sehr gut verstehen kann, was ich meine.

 

Ein kleiner Gefallen

 

Ich wollte jedenfalls darauf hinaus, dass ich echte Leser erreichen möchte. Wenn ihr diesen Blogeintrag, nein sogar diesen Blog gut findet, mit allem, was ihr bisher von mir erfahren konntet, könnt ihr mir einen kleinen Gefallen tun:

Erzähle einem Freund oder einer Freundin, jemandem aus der Familie, ganz egal wem, hauptsache, diese Person kennt den Blog noch nicht, von meiner Reise, nennt ihm meine Seite und worüber ich so schreibe. Sagt ihm/ihr, sie soll sich für den Newsletter eintragen (ganz unten). Oder teilt diesen Beitrag bei Facebook. Vielleicht ist das für euch mit etwas Aufwand verbunden, und vielleicht klingt das etwas forsch, aber diesen Blog schreibe ich ja zum großen Teil auch für euch, meine Leser. Es geht dabei einfach um die Anerkennung einer Arbeit, um die ich euch bitte.

 

Dieser kleine Gefallen, den ich mir heute mal bewusst von euch wünsche, weckt jedenfalls ganz viel Dankbarkeit in mir. Es ist etwas Kleines, doch kann Großes bewirken. Schreibt euch auch in meinen Newsletter ein, damit ich irgendwann Facebook nicht mehr brauche, wenn ich einen neuen Post geschrieben habe. Ich liebe das Schreiben und euch damit eine Freude zu bereiten, und ich würde gern noch viele Länder mit euch erkunden, nur ist so etwas sehr stark von der finanziellen Absicherung verbunden. Mein Traum wäre es, wie ein Live-Autor von den Ländern zu berichten und das ist eben auch Arbeit. Diese ist mit Zeitaufwand, gewisser Technik und Finanzen verbunden, was eben nicht nur Spaß und Urlaub bedeutet. Nun gut, ich bin einfach gespannt, was passiert. Danke jedenfalls an alle, die mir diesen Gefallen tun.

 

Aussicht und Danksagung

 

Ich möchte einfach noch kurz darauf eingehen, dass ich sehr gespannt auf die nächsten 100 Tage bin. Ich weiß nur ganz sicher: Sie werden schön (verrückt)! Ich fühle mich nun wieder fit und wohl und sicher genug, mit meinem Fuß zu laufen und zu reisen.

Danke sagen möchte ich nochmal ganz deutlich all den Menschen, die mich moralisch unterstützt haben, vor allem während meiner Verletzung. Auch freue ich mich sehr über all die Leser, die mir unter den Beiträgen Kommentare hinterlassen haben. Es ist immer wie ein kleines "Hallo", und dann weiß ich, dass wieder jemand begeistert gelesen hat. Toll!!

Danke an meine Familie, die manchmal mit mir Videoanrufe startet und Deutsch mit mir redet (was mir manchmal ganz schön fehlt). Ich danke einfach allen, die ab und zu hier auf meinen Blog schauen und gucken, ob ich noch lebe. Hahaha. Ihr seid toll! DANKE!! Weiter unten habe ich euch noch aktuelle Fotos vorbereitet, als direktes Dankeschön. 

 

Kleines Spezial für morgen!

 

Ich habe schon vor mehreren Wochen mit einem Projekt begonnen, von dem ich noch keinem erzählt habe. Aber das erkläre ich alles im morgigen Post. Der einzige Hinweis, den ich euch gebe: Er gehört in die Kategorie "Menschen meiner Reise" und ist so groß, dass ich ihn in 4 Teile aufteilen werde.

 

Bis morgen! Danke für eure Unterstützung!

 

Ich wünsche euch alles Gute,

 

euer Martin!


Weitere Themen


Kommentar schreiben

Kommentare: 0