Wer ich bin?

Das weiß ich selber noch nicht genau. Da ist auch ein großer Unterschied zwischen dem WAS und dem WER. Ich wusste schon immer, WAS ich werden wollte - ein Lehrer... bis ich Lehrer war. Dann wollte ich etwas anderes sein. Das klingt verrückt, aber das wahre Leben ist nicht vorhersehbar. Es steckt sehr viel mehr hinter meiner Entscheidung, diesen Weg des Reisens einzuschlagen. Besonders die Erkenntnis, dass dieser Berufswunsch nicht wirklich von meinem Herzen kam.

 

Ich hegte außerdem noch nie den Wunsch, in die weite Welt zu reisen und all das zu sehen, was man im Fernsehen gezeigt bekommt. Doch mit einem Mal verstand ich, wie sehr ich in einem Leben gefangen war, dass ich gar nicht wollte. In einer Gesellschaft, in die ich mich nicht einfügen wollte. In einer Arbeitswelt, in der ich nicht glücklich werden konnte. Ich kündigte meinen Job vor einigen Monaten und habe es bis heute noch nicht bereut. Vielmehr freue ich mich auf die neue Welt, die ich bald erkunden kann. Auf all das Neue, das ich hautnah miterleben darf.

 

Hinter meiner großen Reise steckt letztlich immer auch die Frage nach dem, WER ich wirklich bin oder sein möchte. Ich hoffe, durch den kulturellen Austausch, durch die Bekanntschaften und Erlebnisse, die mich erwarten, auch zu mir selbst zu finden. 

So schick sehe ich natürlich nicht oft aus. Ich mag es lieber in Alltagskleidung aufzutauchen. Trotzdem muss man als Buchautor auch schick aussehen können. Ja, 2 Bücher habe ich bereits geschrieben. Ich liebe es, meine Ideen, die in meinem Kopf herumschwirren aufzuschreiben und Wirklichkeit werden zu lassen. Doch noch viel mehr liebe ich es, wenn andere diese Geschichten lesen und sie ihnen Freude bereiten.

Neben dem Schreiben gibt es aber Vieles, das mich interessiert, zum Beispiel das Basteln mit Paracord. Das ist ein Trend, der immer noch nicht richtig in Deutschland angekommen ist. Schade eigentlich, denn Armbänder daraus herzustellen, macht nicht nur Spaß, es macht auch diejenigen glücklich, die sie tragen.

Sport in allen seinen Facetten hat mich schon immer begeistert. Ich bin ein aktiver Mensch, der gern viele verschiedene Sportarten ausprobiert. Grenzen gibt es bis jetzt bei manchen Extremsportarten wie Fallschirm- oder Bungeespringen. Vielleicht ändert sich das ja noch.

Es gibt einen großen Unterschied zwischen der Reise, die ich antreten werde und den Reisen, die euch bei Youtube vorgestellt oder in Blogs erzählt werden. Beziehungsweise hat meine Reise noch eine weitere, tiefere Dimension - die menschliche. Die persönliche Ebene, wodurch die Reise für mich einen ganz besonderen Beweggrund erhält. Ich werde auf meiner Reise zum Beispiel bei Hosts unterkommen und die verschiedensten Arbeiten verrichten, im Austausch für Unterkunft und Mahlzeiten. So kann ich die Menschen wirklich kennen lernen, ihnen in ihrem Alltag helfen und für sie da sein, so gut es geht.

Ich will Zeit zum Schreiben finden und Dinge unternehmen und erleben, die ich mir bisher immer nur erträumt habe. Träume werden eben erst wahr, wenn wir anfangen, sie in die Tat umzusetzen.

 

Ich bin der Meinung, dass das Leben nicht auf uns wartet. Wir müssen es schon selbst entdecken. Für mich heißt Leben eben nicht, jeden Tag zur selben Zeit aufzustehen und jede Woche gleich ablaufen zu lassen. Ich möchte nicht die Zeit mit Terminen vorübergehen lassen und zusehen, wie sie wie Sand durch die dünne Öffnung der Sanduhr rinnt. Am schlimmsten finde ich, dass der Großteil der arbeitenden Bevölkerung die ganze Woche verplant ist und sich immer nur aufs Wochenende freuen kann, an dem man dann endlich mal "leben" darf. Und dann finden einige ja noch nicht einmal am Wochenende die Ruhe und arbeiten sogar an diesen Tagen noch weiter. Ich sehe darin die Zerstörung der Grundlage eine wahrhaftige Familie zu gründen und das Leben mit Leben zu füllen.


Also bleibt das Ende meiner Reise unbekannt, unvorhersehbar. Ich weiß weder, wie lange ich unterwegs sein werde, noch ob ich jemals wieder in Deutschland wohnen möchte. Genauso gut kann meine Reise nach 3 Monaten zu Ende sein, weil ich keine Lust mehr habe oder das, wonach ich suchte, gefunden habe.

 

Fakt ist, am 31. Januar 2018 endet für mich der Alltag, den ich seit etwa 3 Jahren kenne. Fakt ist, ab dem 07. Februar beginnt für mich ein total neuer, aufregender Lebensabschnitt und dann . . .

 

dann gehe ich wirklich . . . 

 

. . . mal eben leben.


Steckbrief & Ausrüstung

Name: Martin

Sternzeichen: Widder

Größe: 1,83m

Alter: 28 Jahre

Augenfarbe: blaugrau

Sprachen: Deutsch, Englisch, Chinesisch, Malaysisch/Indonesisch, Polnisch

 

Rucksack: Tasmanian Tiger Raid Pack MK 3

Mobiltelefon: Xiaomi Mi A2 Lite

Kamera: Canon 60D

Powerbank: wurde geklaut

Taschenlampe: Nitecore NC-MH25

Solarpanel: in Thailand gelassen

Action Kamera: GoPro Hero 5

Laptop: Acer Swift SF113-31 Ultrabook

Bluetooth Lautsprecher: Sony SRS XB31

 

 

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